Imagebild

News

IRS-Wissenschaftler erhält internationale Auszeichnung
Mehr

Identitäten in Städten, Regionen und Landschaften 30. Brandenburger Regionalgespräch am 15. September 2010 im IRS
Mehr

Rechenschaftsbericht des IRS für 2009 erschienen
Mehr

Trennbalken
Druckversion von www.irs-net.de/aktuelles/archiv/meldungen-detail.php?id=74 (Datum: 08.09.2010 04:03:51)

Meldungen - Archiv

 

Handlungsleitfaden Denkmalschutz - neue Broschüre erschienen

Bild zu Handlungsleitfaden Denkmalschutz - neue Broschüre erschienen

Rechtzeitig zum 16. Kongress Städtebaulicher Denkmalschutz in Quedlinburg ist eine neue Broschüre des IRS erschienen. Sie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) erstellt und dokumentiert ausführlich und mit vielen Bildern zwölf gute Praxisbeispiele, die zeigen, wie private Initiative im Städtebaulichen Denkmalschutz gelingen kann. Ziel der Broschüre ist es, neue Interessenten oder noch unentschlossene Bauherren zum Engagement in der historischen Stadt anzuregen.



Prachtvolle Kaufmannshöfe und schlichte Ackerbürgerhäuser, mittelalterliche Klostergebäude und gründerzeitliche Miethäuser - sie alle gemeinsam sind das Gedächtnis der historischen Städte und machen diese auch für heutigen Nutzer zu attraktiven Wohn- und Arbeitsorten.
Anhand von Beispielen wird in der neuen Broschüre anschaulich erzählt, worin die städtebaulichen, baugeschichtlichen oder kulturhistorischen Werte dieses speziellen Erbes liegen. Wie sie aufgespürt und nutzbar gemacht wurden, ist Inhalt vieler spannender Berichte von Eigentümern und Bauherren. Daneben werden auch Informationen zu weiterführenden Aspekten von Stadterneuerung und Denkmalschutz geboten.


Durch Bevölkerungsrückgang verursachter Leerstand und schwierige ökonomische Rahmenbedingungen stellen den erfolgreich begonnenen Revitalisierungsprozess und den Erhalt der historischen Stadtkerne derzeit vor neue Herausforderungen. Insbesondere in Ostdeutschland gibt es einen großen Bestand an historisch wertvoller Bausubstanz, die leer steht oder bereits vom Verfall bedroht ist. Ihre Rettung und vor allem Nutzung ist ein dringendes Anliegen der aktuellen Stadtentwicklung.


Den privaten Akteuren einer Stadt – initiativ handelnden Menschen, Eigentümern, Bewohnern und Nutzern – fällt dabei eine Schlüsselrolle zu, die vom Einsatz historischen Baumaterials über den sorgfältigen Umgang mit dem eigenen Altbau bis hin zur Entscheidung für den Erwerb einer Bestandsimmobilie anstelle eines Neubaus auf der so genannten „grünen Wiese“ reichen kann.


Der „Städtebauliche Denkmalschutz“ liefert den Rahmen für die spezielle Aufgabe der Bewahrung herausragender baukultureller Zeugnisse im gegenwärtigen Prozess der Stadterneuerung. Als Teil der Städtebauförderung entstanden, fördert das Programm seit 1991 in den ostdeutschen Ländern - und ab 2009 auch in den westdeutschen Ländern - die Erhaltung und Revitalisierung von bau- und kunsthistorisch wertvollen Stadtkernen in ihrer baulichen Eigenart und stadtstrukturellen Geschlossenheit.


Ebenso wie bereits die Entstehung der historischen Städte ohne die Initiative unzähliger privater Bürger als Bauherren und gewissenhafte Hüter des Ererbten nicht denkbar gewesen wäre, so sind heute die Erhaltung und Revitalisierung dieses baukulturellen Erbes auf die private Initiative von Eigentümern und Nutzern angewiesen. Den Interessenten eines solchen Engagements die Qualitäten eines Lebens in historischer Bausubstanz zu illustrieren, versucht die neue erschienene Broschüre aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Die gezeigten Beispiele zeigen den persönlichen Mehrwert und Zugewinn an Lebensqualität, den ein „Leben und Arbeiten in der Stadt“ verspricht.



Kontakt:
Dr. Dagmar Tille, Tel. 03362/793-249, TilleD@irs-net.de
Dr. Jan Prömmel, Tel. 03362/793-275, Proemmel@irs-net.de

Download PDF
Impressum © 2010 IRS Alle Rechte vorbehalten - Realisierung :: Netzformat :: Internetagentur Stand: 13.10.08