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Druckversion von www.irs-net.de/aktuelles/archiv/meldungen-detail.php?id=75 (Datum: 08.09.2010 04:09:35)

Meldungen - Archiv

 

Raumentwicklung in der Wissensgesellschaft


Wissenschaftler des IRS stellten am 02. Oktober 2008 eine Expertise zur Raumentwicklung in der Wissensgesellschaft und den Handlungsfeldern in Raumordnung und Raumentwicklung vor. Die Studie ist Ergebnis des Ressortforschungsprojektes "Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft" im Auftrag des BBR und wurde veröffentlicht als Heft 58 der Reihe „Werkstatt: Praxis“, herausgegeben vom BMVBS/BBR, Bonn 2008.

Cluster der Wissensökonomie in Deutschland



Wissen ist seit jeher ein wichtiger Motor gesellschaftlicher Entwicklung. Derzeit vollzieht sich jedoch ein qualitativer Sprung in der Art und Weise, wie Wissen produziert, verteilt und angewendet wird; das verändert auch die bestehende Raumstruktur. Die Studie zeigt, dass die aufkommende Wissensgesellschaft auch die Themen der Raumentwicklung durchdringt und damit der Raumentwicklungspolitik eine neue Perspektive auf Prozesse und Instrumente liefert. So lassen sich räumliche Disparitäten auch auf die strukturbestimmende Wissensökonomie zurückführen. Außerdem ändert sich im Zuge neuer Standortpräferenzen der Wissensarbeiter die Relevanz klassischer Standortfaktoren. Schließlich wird die Ausgestaltung von Beziehungsräumen in einer sowohl regional als auch überregional vernetzten Wissensgesellschaft ein wichtiges Tätigkeitsfeld in der Raumentwicklung.


In der Studie wird im Einzelnen gezeigt, dass die Wissensgesellschaft besonders in Städten und deren direktem Umland ausgeprägt ist. Aber auch im ländlichen Raum können spezifische wissensgesellschaftliche Profile identifiziert werden (siehe Abbildung). Eine solche Profilierung ist politisch und planerisch für die einzelnen Regionen von hoher Bedeutung.


Charakterisierung wissensökonomischer Cluster in Deutschland


Die Ausstattung von Standorten mit (harter) Infrastruktur und die Förderung von Wissenschaft und Bildung stellen sich als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingungen für die ausgewogene Entwicklung der Wissensgesellschaft in den einzelnen Regionen dar. Es ist vielmehr die Koinzidenz verschiedener Einflüsse, die in ihrem Zusammenspiel Wirkung entfalten. Dazu gehören wissensökonomisch relevante Entwicklungspfade (z.B. branchenspezifische Tradition), eine damit Übereinstimmungen aufweisende Forschungs- und Ausbildungslandschaft und eine passende Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur.



Bearbeitung:
Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung e.V., Erkner (Auftragnehmer)
Prof. Dr. Hans Joachim Kujath (Leitung), Kai Pflanz, Dr. Axel Stein, Dr. Sabine Zillmer


Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn
Dr. Rupert Kawka (Leitung) rupert.kawka@bbr.bund.de


Kontakt: Dr. Axel Stein, 03362/793-158, SteinA_at_irs-net.de

Download der Studie von der Website des BBR
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