Imagebild
Trennbalken

 

Druckversion von www.irs-net.de/forschung/forschungsabteilung-2/WaRMIn/index.php (Datum: 17.05.2012 07:56:37)

Forschungsabteilung 2

Stärkung des integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM): Institutionenanalyse als analytisches Instrument und operative Methodologie für Forschungsprojekte und -programme (WaRM-In)

Projektlaufzeit: 10/2010 – 07/2012

Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektleiter: Dr. Timothy Moss
Weitere Bearbeiter: Dr. Ross Beveridge, Dr. Jan Monsees

Der Erfolg von Initiativen zur Stärkung eines integrierten Wasserresourcen-Managements (IWRM) ist in hohem Maße davon abhängig, inwieweit die jeweiligen Interventionen den konkreten institutionellen Kontext berücksichtigen, in dessen Rahmen diese Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Insbesondere IWRM-Projekten in Entwicklungs- und Transformationsländern wird oftmals vorgeworfen, die vorherrschenden politischen und institutionellen Rahmenbedingungen auf lokaler, regionaler, nationaler und transnationaler Ebene nicht ausreichend zu berücksichtigen. Zukünftige Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich IWRM sollten deshalb eine fortlaufende Analyse institutioneller Möglichkeiten und Zwänge als einen Kernbestandteil ihrer Arbeitsprogramme verstehen. Um diesen Prozess zu befördern bedarf es geeigneter analytischer Instrumentarien. Das Forschungsvorhaben stellt sich direkt diesen Anforderungen indem es Folgendes entwickelt, validiert und verbreitet:

  1. ein analytisches Instrumentarium zur systematischen Auswertung der institutionellen Kontexte von IWRM,
  2. eine Methodologie zur Anwendung dieses Instrumentariums in der Projektentwicklung und bei der Implementierung konkreter Vorhaben,
  3. Empfehlungen an Programmleiter zur Einbeziehung von Institutionenanalysen im Rahmen der von ihnen geförderten IWRM-Projekte.

Im europäischen Kontext ist der verstärkten Institutionalisierung der Prinzipien und Praktiken integrierten Wasserressourcen-Managements insbesondere durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Hochwasser-Richtlinie Nachdruck verliehen worden. Es ist anzunehmen, dass globale und europäische IWRM-Projekte in hohem Maße von den europäischen Erfahrungen lernen können – und umgekehrt. Das Projekt baut auf diesem Wissen – vor allem auf einem analytischen Rahmen wasserwirtschaftlicher Institutionen – auf und passt es dem Kontext von Entwicklungs- und Transformationsländern an, wobei insbesondere die Kontextabhängigkeit der Institutionenanalyse hervorgehoben wird. In parallel laufenden, aber engverzahnten Arbeitsschritten werden analytische und methodologische Instrumentarien zur Erforschung institutioneller Bedingungen von IWRM in Entwicklungs- und Transformationsländern (Task A) und in EU-Staaten (Task B) entwickelt.

Dieses Forschungsvorhaben erhebt den Anspruch, zukünftige IWRM-Projekte zu stärken, indem es sowohl Forscher als auch Praktiker für die politischen Dimensionen sowie die institutionellen Rahmenbedingungen des IWRM sensibilisiert. So soll es ihnen einen analytischen Rahmen an die Hand geben, mit dessen Hilfe IWRM-Projekte sowohl in der Phase ihrer Planung als auch ihrer Implementierung verfeinert und weiterentwickelt werden können. Zudem sollen diese Ergebnisse die Identifizierung der jeweils wichtigsten Akteure (in formellen wie informellen Kontexten) ermöglichen und ihre Beziehungen zueinander analysieren, um somit besser abschätzen zu können, welchen Einfluss diese Akteure auf „Wassergovernance“ ausüben. Insgesamt geht es also darum, IWRM-Projekte als integralen Bestandteil des spezifischen gesellschaftspolitischen Kontexts zu begreifen, anstatt sie als reine Begleiterscheinung oder potentiell Konflikte hervorrufende Herausforderung existierender institutioneller Strukturen und Praktiken zu verstehen.

Ansprechpartner im IRS:

Dr. Timothy Moss

Dr. Ross Beveridge

Dr. Jan Monsees



Impressum © 2012 IRS Alle Rechte vorbehalten - Realisierung :: Netzformat :: Internetagentur Stand: 17.04.12