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Forschungsabteilung 3

Strategiewerkstatt Starke Städte – Masterplan Stadtumbau

Forschungsvorhaben im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg

Projektleitung: Thomas Knorr-Siedow

Projektbearbeitung: Prof. Dr. Hans-Joachim Bürkner (bis 01/2005),
Thomas Knorr-Siedow

Laufzeit: 09/2004-07/2005

Aufgabe war es, empirisch und theoretisch basierte Handlungsvorschläge für eine weitere Integration und Konzentration der unterschiedlichen Aktivitäten des Landes Brandenburg zur Stärkung der Städte zu entwerfen. Dabei waren insbesondere die demographische Entwicklung und die zunehmende räumliche und ökonomische Polarisierung zwischen dem metropolennahen Raum der Landesperipherie sowie die zukünftig schrumpfenden Ressourcen des Landes zu berücksichtigen, die umfassende Förderung in der Fläche unmöglich machen. Die Rolle von Bildung, Wissen und Lernen fand dabei besondere Würdigung.

Im Ergebnis wurde deutlich, dass die bisherige Stadtentwicklungs-, Stadtumbau- und Wohnungspolitik zwar wesentlich dazu beigetragen hatte, den Sanierungsbau in den Städten abzubauen, Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen, die Wohnraumversorgung zu verbessern und den Folgen des demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandels entgegenzuwirken. Allerdings hatten sich die Rahmenbedingungen für staatliches Handeln verändert: anhaltende wirtschaftliche Schwäche, Verengung des Finanzspielraumes der öffentlichen Hände auf allen Ebenen und die Folgen des demografischen Wandels erforderten eine weitere Erhöhung der Effektivität, ein stärker integriertes Vorgehen und eine stärkere Konzentration auf ausgewählte Handlungsfelder und Maßnahmen. Das Land Brandenburg setzte mit dem Masterplan Stadtumbau eine neue Landespolitik für den Aufgabenbereich Stadtentwicklung und Wohnungspolitik um. Standen bisher im Stadtumbau v. a. Fragen des Rückbaus und der Konsolidierung der Wohnungsmärkte im Mittelpunkt, wurde nunmehr der Politik für die Städte ein erweitertes Verständnis des Begriffs „Stadtumbau“ zugrunde gelegt. Über das bisherige Aufgabenverständnis hinaus wurden stärker integrativ auch Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung, der Integration der Sektoren Bildung, Forschung und Wissenschaft, der Infrastruktur (technische wie soziale) etc. im Rahmen des Stadtumbaus und der Stadtentwicklung betrachtet. Dabei wurde von dem Grundsatz „Stärken stärken“ ausgegangen, um vorhandene Potenziale aufzugreifen und weiterzuentwickeln.

 

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