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Handlungsleitfaden Gute Beispiele:
Städtebaulicher
Denkmalschutz
Handlungsleitfaden
Gute Beispiele:
Private Initiative im Städtebaulichen
Denkmalschutz
Informationsdienste
Städtebaulicher Denkmalschutz
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Städtebaulicher Denkmalschutz 32
Städtebaulicher Denkmalschutz 33
Internetportal
www.staedtebau-
licher-denkmalschutz.de
Auftraggeber: Bundesamt für Bauen und Raumordnung (BBR) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW)
Projektlaufzeit: 08/2004 – 03/2008
Die Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz am Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) wurde im August 2004 im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) eingerichtet und mit Aufgaben des Informationstransfers und der Forschungsbegleitung zum Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz betraut.
Aufgaben der Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz
Mit der planungspolitischen Hinwendung zur Innenstadtentwicklung ist es in den neuen Bundesländern seit 1991 unter Einsatz eines enormen Finanzvolumens gelungen, eine Vielzahl baulich-räumlicher Strukturen in den historischen Innenstädten, die zuvor Verfall und Abriss ausgesetzt waren, dauerhaft zu sichern und zu bewahren.
Die erzielten Erfolge bei der baulichen Erneuerung und Aufwertung historischer
Innenstädte dürfen jedoch nicht über die entwicklungspolitisch
bedeutsamen Probleme hinweg täuschen, die sich derzeit bei der einher
gehenden nutzungsstrukturellen Entwicklung im Kontext von Schrumpfungsprozessen,
Funktionswandel und komplexen Restrukturierungserfordernissen abzeichnen.
Trotz der schwierigen Ausgangssituation der ostdeutschen Innenstädte
haben sich zwar mitunter tragfähig erscheinende Ansätze ausgebildet,
vielerorts sind die Prozesse der Revitalisierung aber ins Stocken geraten
und weisen erkennbare Defizite auf.
Die vielschichtigen Ursachen dafür lassen eine behutsame strategische
Neuorientierung geboten erscheinen. Ausgehend von der These, dass die
Nutzung von Denkmalen die beste Strategie der Denkmalpflege ist, stellt
sich auch im Städtebaulichen Denkmalschutz die dringliche Frage nach
tragfähigen Nutzungsstrukturen und geeigneten Strategien zur Revitalisierung
der historischen Innenstädte. Vor diesem Hintergrund verfolgt die
Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz folgende Fragestellungen
und Aufgaben:
Der inhaltliche Fokus liegt auf der Ermittlung, Bewertung, Auswahl und Dokumentation von tragfähigen Innenstadtnutzungen, auch im Sinne substanzerhaltender Zwischenlösungen, sowie von kreativen Ansiedlungsaktivitäten, Verfahren und Strukturen, die einen Beitrag zur Revitalisierung der historischen Innenstädte leisten können.

Fortführung und Erweiterung der Diskurse zum Städtebaulichen Denkmalschutz
Der Informationstransfer im Kontext des Programms Städtebaulicher
Denkmalschutz rekurriert wesentlich auf ein stetig entwickeltes Netzwerk
von Akteuren, die im Städtebaulichen Denkmalschutz engagiert sind,
sowie einen institutionellen und prozessualen Rahmen, in den der Austausch
eingebunden ist.
Zentrales Element ist die Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz.
Sie unterstützt den Prozess der Erhaltung und Weiterentwicklung historischer
Städte, indem sie, ggf. unter Einbeziehung wissenschaftlicher Expertise,
stadt-entwicklungspolitische Fragen im Kontext der Programmintention
reflektiert, die Ergebnisse des Erneuerungsprozesses evaluiert und Fortschreibungsbedarfe
definiert.

Zudem erarbeitet die Expertengruppe für ausgewählte Städte
lokale Handlungsempfehlungen. Regelmäßige Tagungen, von der
Transferstelle konzeptionell vorbereitet und organisiert, dienen dem
Austausch mit Bundes- und Landesministerien, Denkmalpflegeinstitutionen,
Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen.
Mit dem Kongress Städtebaulicher Denkmalschutz und anderen Veranstaltungen,
ebenfalls von der Transferstelle konzeptionell vorbereitet und wissenschaftlich
ausgewertet, wird zudem eine Vielzahl handelnder Akteure angesprochen.
Im Vordergrund steht der Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Entwicklung
von Strategien, die zugleich ein Feedback geben, das für die erfolgreiche
Prozesssteuerung unerlässlich ist.
Die Transferstelle setzt die wissenschaftliche Begleitung und organisatorische Betreuung des bestehenden Netzwerks und der Expertengruppe fort. Auch die bisherigen Medien, z.B. die „Informationsdienste Städtebaulicher Denkmalschutz“, werden beibehalten. Erweiterungsbedarf zeigt sich im Bereich eines kontinuierlichen, schnellen und öffentlichkeitswirksamen Informationsflusses und zeitgemäßen Wissenstransfers. Dies bezieht sich vor allem auf die Beschleunigung des Transfers und die Einrichtung einer Informationsvermittlung für eine breite interdisziplinäre Akteursöffentlichkeit. Die bewährten Instrumente des Transfers werden daher ergänzt durch:
Die erfolgreiche Bewältigung der aufgezeigten aktuellen Fragestellungen des städtebaulichen Denkmalschutzes stellt für ihre Akteure eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar, die stetige Lernprozesse voraussetzt. Mit der Erfassung, begründeten Auswahl, Aufbereitung und Kommunikation relevanter Wissens- und Informationsbestände wird die Transferstelle in den kommenden zwei Jahren einen Beitrag zur möglichen Aktivierung solcher Lernprozesse leisten.
Kontakt im IRS: