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Forschungsabteilung 4
Städtebaulicher Denkmalschutz – zur zukunftsfähigen Entwicklung
historischer Städte
Anwendung und Überprüfung eines Orientierungs-
und Handlungsrahmens zur zukunftsfähigen Entwicklung historischer Städte
in den neuen Bundesländern
Projektbearbeitung: Dr. Thomas Kuder, Dr. Dagmar Tille, Dipl. phil A. Behr
(bis 03/2003)
Projektlaufzeit: 04/2001 – 03/2004
Projektförderung: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Mit der planungspolitischen Kehrtwende im Zuge der deutschen Einigung und
der einhergehenden Transformationsprozesse in Ostdeutschland ist es gelungen,
die wertvolle Bausubstanz in vielen historisch bedeutsamen Innenstädten
und Ortskernen in den neuen Bundesländern, die vormals dem Verfall und
Abriss anheimgestellt war, dauerhaft zu sichern und zu erhalten.
Allerdings darf diese Erfolgsbilanz nicht darüber hinwegtäuschen,
dass einerseits der Sicherungs- und Stadterneuerungsprozess in den Altstädten
noch keineswegs als abgeschlossen bezeichnet werden kann und andererseits
eine Vielzahl von weiterführenden Aufgaben und Fragestellungen (z.B.
zu einer integrierten Problembehandlung) zu bewältigen ist. Vor diesem
Hintergrund befasste sich das Forschungsprojekt unter dem
Titel „Anwendung und Überprüfung eines Orientierungs-
und Handlungsrahmens zur zukunftsfähigen Entwicklung historischer Städte
in den neuen Bundesländern“ u.a. mit folgenden Aufgaben:
- Analyse und Evaluierung der städtebaulichen, wirtschaftlichen, sozialen,
und planungskulturellen Entwicklung von Städten mit historischen Innenstädten,
am Beispiel von fünf ausgewählten Städten (Eisenach, Freiberg,
Fontanestadt Neuruppin, Quedlinburg und Hansestadt Wismar) und Untersuchungen
zum Bürgerengagement in allen Programmstädten des Städtebaulichen
Denkmalschutzes;
- Ausarbeitung von darauf aufbauenden und weiterführenden Empfehlungen
zur Gestaltung von Planungs- und Steuerungsansätzen sowie Formulierung
von Handlungsorientierungen zur Stadtentwicklung, insbesondere zur Stärkung
historischer Innenstädte (z.B. Empfehlungen zum bundesweiten Wettbewerb
2002);
- Wissenschaftliche
Begleitforschung - Wissenstransfer, Öffentlichkeitsarbeit und
weitere wissenschaftliche Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit dem BMVBW
und der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz, z.B.: Vorbereitung,
Durchführung und Dokumentation der Kongresse Städtebaulicher Denkmalschutz,
inhaltliche Vorbereitung und wissenschaftliche Begleitung des Bundesweiten
Wettbewerbs 2001-2002 zu Fragen der erhaltenden Stadterneuerung, des städtebaulichen
Denkmalschutzes und der Stadtgestaltung;
Kooperationspflege als Netzwerk zwischen BMVBW, Fachministerien
der Länder und Kommunen sowie der Expertengruppe, Wissenschaft und
der interessierten Öffentlichkeit; eine Wanderausstellung in Verbindung
mit Fachtagungen, sowie Dokumentationen und Fachveröffentlichungen,
z.B. Informationsdienste Städtebaulicher Denkmalschutz (Hefte 26 bis
28);
- Erarbeitung von Analysen zum Zusammenwirken verschiedener Programme
der Städtebauförderung (Städtebaulicher Denkmalschutz und
Stadtumbau Ost), zu deren baulich-räumlichen und strukturellen Wirkungsweisen
sowie zur kommunalen und länderbezogenen Steuerung.