Laufzeit: Juni – Oktober 2004
Projektteam: Thilo Lang, Monika Sonntag
Im Auftrag des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR) sowie der FORUM GmbH in Oldenburg erarbeitete das IRS zwei Fallstudien zu den englischen Städten Middlesbrough/Teesside sowie Sheffield. Die Studie war Teil eines Sondergutachtens mit dem Titel „Vergleichsstudie zum Stadtumbau anhand von Städtebeispielen aus dem europäischen Ausland“, das im Rahmen des Stadtumbau West-Programms (www.stadtumbauwest.de) in Auftrag gegeben wurde. Die europaweite Vergleichsstudie hatte zum Ziel, aus den Erfahrungen in anderen europäischen Ländern Erkenntnisse für die Städte des Stadtumbau West-Programms abzuleiten.
Wohngebiet Park Hill in Sheffield; zwei Gebiete dieser Bauweise wurden bereits abgerissen
Auf der Grundlage eines gemeinsamen Fragenkatalogs untersuchte das IRS Strategien im Umgang mit städtischen Transformations- und Schrumpfungsprozessen. Die Erfahrungen mit Regenerierungsansätzen in der Stadt Middlesbrough/Teeside, einem ehemals bedeutenden Standort der Schiffsbau- und der Stahlindustrie, sowie der Stadt Sheffield, die für ihre Stahl- und Maschinenbauindustrie bekannt ist, standen dabei im Mittelpunkt der Studie.
Beide Städte stehen beispielhaft für industrielle Wachstumsstädte, die seit dem 19. Jahrhundert ein starkes und durch die Industrialisierung beschleunigtes Städtewachstum erlebten und seit den 1960er Jahren mit wirtschaftlichem Niedergang, hohen Arbeitslosenraten sowie Brachflächen und Leerständen zu kämpfen haben. Middlesbrough und Sheffield bieten interessante Beispiele für städtische Regenerierungsstrategien und Neuordnungsprozesse. Die Erfahrungen dieser Städte wurden im Kontext des britischen Planungssystems untersucht, um Rückschlüsse auf die Vergleichbarkeit mit der Situation in deutschen Städten zu ziehen und den Blick für andere Planungs- und Regenerierungsansätze zu öffnen.
In Zusammenarbeit mit:
Gordon Dabinett,
Department of Town & Regional Planning, University of
Sheffield
Ray Hudson,
ICRRDS (International Centre
for Regeneration and Development Studies), University of Durham