Ein wichtiges Ziel bei der Erarbeitung des Monitoringsystems zur Messung der städtischen Lebensqualität besteht darin, ein leicht anwendbares und kostengünstiges Verfahren zu entwickeln, bei dessen Handhabung die Kommunalverwaltung möglichst mit den vorhandenen personellen Kapazitäten auskommt. Neben der Erhebung und Zusammenstellung von objektiven Daten wurden Onlinebefragungen in den sieben Städten durchgeführt.
Da städtische Lebensqualität kein eindeutig definierter Begriff ist, lässt seine Operationalisierung Spielräume zu, die von den Akteuren selbst gefüllt werden können. Nach unseren Erfahrungen reichen die objektiven Indikatoren in keinem Fall aus, die Komplexität von Lebensqualität einer Stadt adäquat abzubilden. Daher plädieren wir für eine Ergänzung des Sets objektiver Indikatoren durch eine Erhebung der subjektiven Einschätzungen auf Seiten der Bewohnerinnen und Bewohner.
Subjektiven Indikatoren fällt im Rahmen der Messung von städtischer Lebensqualität eine doppelte Aufgabe zu: Sie sollen helfen, die Lücken zu schließen, die sich aufgrund der Unvollständigkeit der objektiven Indikatoren ergeben. In einigen Bereichen stellen sie sogar die Hauptinformationsquelle dar. Hinzu kommen Fragen, die darauf abzielen, die objektiven Daten mit subjektiven Wahrnehmungen zu kontrastieren. Nicht zuletzt sind Fragen in ein Berichtssystem aufzunehmen, bei denen es vorrangig darum geht, Befindlichkeiten und subjektive Einschätzungen der Bewohner zu Aspekten der städtischen Lebensqualität zu erheben.
Es ist sinnvoll, sich an den Bereichen zu orientieren, die auch die Basis für die Festlegung objektiver Indikatoren bilden. Allerdings dürfte es sinnvoll sein, die Schwerpunkte anders zu gewichten. Dort wo die Aussagekraft der objektiven Indikatoren besonders beschränkt ist, sollten mehr subjektive Indikatoren herangezogen werden. In Bereichen, in denen die objektiven Indikatoren erschöpfend Auskunft geben, kann auf die subjektiven Bewertungen verzichtet werden.
In unserem Projekt wurden zusammen mit den kommunalen Partnern die Bereiche abgestimmt, die als wesentlich für städtische Lebensqualität erachtet wurden. Man einigte sich auf folgende Aspekte:
Nähere Informationen erhalten Sie in der Buchpublikation REGIO transfer 6.