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Strategien der Regenerierung schrumpfender Städte in Ostdeutschland
Projektleitung: Dr. Manfred Kühn, Dr. Heike Liebmann
Projektteam: Dr. Thomas Kuder, Dr. James Scott
Bearbeitungszeitraum: 01/2006-12/2008
In dem Leitprojekt setzte sich das Projektteam mit Regenerierungsprozessen und Regenerierungsstrategien in schrumpfenden Städten Ostdeutschlands auseinander. Analysiert wurden Erneuerungsprozesse, die gegenläufig zur Schrumpfung verlaufen. Im Begriff der Regenerierung verbinden sich die angestrebten Veränderungen auf der strukturellen Ebene der Städte mit der Handlungsebene der Akteure. Auf der Handlungsebene wird Regenerierung als institutionell vermittelte, stadtentwicklungspolitische Reaktion auf Schrumpfungsprozesse verstanden. Auf der strukturellen Ebene als demografische, sozioökonomische und städtebauliche Erneuerungsprozesse. Der Begriff der Regenerierung umfasst damit nicht allein den Gegenstand, auf den sich das Handeln richtet, sondern bezieht die prozesshaft angelegte Ebene des Handelns und Interagierens städtischer Akteure mit ein.
Im Zentrum des Projektes stand die Analyse von politisch-planerischen Strategien und Prozessen unter dem konzeptionellen Ansatz der Strategischen Planung. Zudem wurden Pfadabhängigkeiten im Hinblick auf Persistenzen und Wendepunkte bei der Entwicklung von Stadtentwicklungsstrategien untersucht. Ein weiteres Modul zum Thema Multilevel-Governance hat die Einbettung lokaler Strategien in den übergeordneten Kontext von Förderpolitiken der EU, Bund und Länder analysiert.
Im Rahmen des Projektes wurden qualitative Fallstudien in sechs ostdeutschen Mittelstädten durchgeführt (Cottbus, Frankfurt/Oder, Görlitz, Greifswald, Riesa, Gotha).
Die Forschungsergebnisse wurden im Jahr 2009 in dem Projektband „Strategien der Regenerierung von Städten“ (Hrsg. Manfred Kühn, Heike Liebmann) im VS Verlag veröffentlicht.