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Neue Veröffentlichungen des IRS zur Baukultur im Stadtumbau-Ost

 

Das IRS hat im Jahr 2002 im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) einen Forschungsauftrag zum Thema „Baukultur im Stadtumbau“ bearbeitet. In der Verknüpfung dieser beiden aktuellen Themenfelder ist keineswegs ein Widerspruch zu sehen, sondern vielmehr die Chance, trotz des tiefgreifenden Wandels, vor dem die meisten Städte und Gemeinden der neuen Länder in ihrer Stadtentwicklung derzeit stehen, das Erscheinungsbild und die Qualität der Städte im positiven Sinne zu verändern.

Bereits im Rahmen der begleitenden Workshops zum Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ des BMVBW wurde vom IRS darauf hingewiesen, dass Architektur und Baukultur in unserer Gesellschaft und im Stadtumbauprozess einen höheren Stellenwert erhalten müssen, soll sich das Bauen bzw. das Umbauen in den ostdeutschen Städten nicht auf technische oder betriebswirtschaftliche Aspekte beschränken (vgl. dazu auch den Beitrag in der Fachdokumentation zum Wettbewerb Stadtumbau Ost).

So lautet auch der Tenor eines „Positionspapiers Baukultur Stadtumbau-Ost“, das vom IRS im Frühjahr 2003 als ein Ergebnis des o.g. Forschungsauftrages erarbeitet wurde. Im Juni 2003 wurde ergänzend dazu ein ausführlicher Forschungsbericht vorgestellt, der Beispiele dafür gibt, wie die natürlichen und baulichen Elemente der Stadtgestalt im Rahmen des Stadtumbaus Ost so strukturiert werden können, dass sie eine anspruchsvolle städtebauliche Gestaltung ergeben. Es soll damit zugleich ein Beitrag dazu geleistet werden, die Bürger der Städte zu motivieren, sich mit ihrer Stadt zu identifizieren und Schrumpfungsprozesse nicht als passive „Objekte“ gleichsam in der Art einer Naturkatastrophe über sich ergehen zu lassen, sondern den Stadtumbau aktiv als engagierte Bürger mitzugestalten.

Die beiden Publikationen verstehen sich als Diskussionsbeiträge über baukulturelle Ansätze und Vorgehensweisen, die vor Ort bei der konkreten Umsetzung des Stadtumbauprozesses aufgegriffen werden können. Sie richten sich zum einen an die Verantwortungsträger auf kommunaler Ebene, die mit der Umsetzung des Stadtumbaus befasst sind, sie sollen darüber hinaus auch allen anderen am Stadtumbauprozess beteiligten Akteuren als Anregung und Diskussionsgrundlage dienen.

Ansprechpartner im IRS: Christoph Haller, haller_at_irs-net.de, Tel. 03362/793-239

 

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